Was sind Perfins ?

Der Name PERFIN ist eine Abkürzung des Begriffs Perforierte Initialen“.

Perfins sind ganz normale Briefmarken, die vor der Verwendung mit einem speziellen Gerät im Markenbild gelocht wurden. Diese Lochung kann Buchstaben, Zahlen oder Symbole darstellen.

Zu betrachten ist die Perforierung am besten von der Rückseite der Briefmarke aus. Dabei ist die Lochung dann natürlich seitenverkehrt.

"B.B", Bunge y Born, Ltd., Buenos Aires, 1913 - 1951

Das außergewöhnliche Sammelgebiet

Das Sammeln von Perfins ist ganz anders als bei "normalen" Briefmarken.  Das wichtigste sind die Lochungen aber natürlich achtet man auch auf die Qualität der Erhaltung der Briefmarken.

Wer ?

Größere Firmen und Behörden, die große Mengen an Briefen und Postkarten versendeten, lochten ihre Briefmarken. Dadurch war das Eigentum an den Marken deutlich kenntlich gemacht. Kleine Betriebe verwendeten selten Perfins. Entsprechend selten sind diese und dadfurch auch höher wertig.

Warum ?

Um den Diebstahl von Briefmarken zu unterbinden, lochte man die Briefmarken. So war zu erkennen, dass es sich um firmeneigene Marken handelt, wenn Mitarbeiter die Marken privat verwendeten. Die Post nahm früher auch die nicht gebrauchten Briefmarken zurück, aber nicht, wenn sie gelocht waren.

 

Wo ?

In weit über 100 Ländern der Welt wurden Perfins verwendet. Dabei gibt es Länder, die nur einige wenige unterschiedliche Perfins haben, in anderen Ländern sind es tausende. In den meisten Ländern werden heute keine Perfins mehr verwendet, andere lochen immer noch.

Wann ?

Etwa 1860 wurden in England die ersten Perfins verwendet. Nach und nach nutzten auch Firmen in anderen Ländern das System.  Viele Länder haben sehr viel später dann das Lochen verboten. In Deutschland war es auch ab 1961 nicht mehr erlaubt. Insgesamt wurden Perfins etwa 100 Jahre lang verwendet. Eigentlich ist aber seit der Einführung der Frankiermaschinen das Perfin-System nicht mehr sinnvoll.

Wie ?

Es gab die verschiedensten Geräte zur Stanzung der Perfins. Kleine Handgeräte, große Tischgeräte und auch Stanzen für Rollenmarken wurden produziert. Für jeden Bedarf gab es das passende Gerät. Da die Geräte nicht billig waren, haben sich vorwiegend größere Betriebe so ein Gerät angeschafft. Mit manchen Stanzen konnte man nur einzelne Marken lochen, mit anderen ließen sich ganze Bögen stanzen.

Preise ?

Bei "normalen" Briefmarken hat man eine Druckauflagenzahl und kann damit den Wert bestimmen. Das gibt es bei den Perfins nicht. Kein Mensch hat  in den Betrieben aufgeschrieben, wieviele Marken gelocht wurden. Deshalb ist eine Bewertung schwer. Grundsätzlich sind Perfins von großen Firmen preiswert. Perfins mit Symbolen, Firmenzeichen und Monogrammen sind seltener als  Standard-Buchstaben-Lochungen.

Sammeln ?

Eine Perfin-Sammlung kann ganz individuell  gestaltet werden. Nach Ländern zu sammeln ist das Normale. Aber auch örtliche oder thematische Sammlungen sind möglich und üblich. Perfins können in eine Heimatsammlung eingefügt werden. Auch nach Branchen kann man sammeln, z.B. Banken, Industrie, Polizei usw.

Vereine ?

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